Gemeinsam für Prerow und den Darß


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Bürgerinitiative Erhalt Prerower Strand, Dünen und Dünenwald e.V.


 

Wer sind wir ?


Unserer Verein ist aus der Initiative "
Erhalt Prerower Strand, Dünen und Dünenwald" hervorgegangen und diese aus Teilen der "Schutzgemeinschaft zum Erhalt des Hafens Darßer Ort e.V.".  Der Hafen Darßer Ort liegt im Nordwesten der Prerower Bucht.
Wir sind seit April 2009 ein eingetragener Verein. Die dafür notwendige Satzung ist hier einzusehen. Alle Mitglieder der Initiative können nun auch Vereinsmitglied werden.
 



Auf Beschluss der Landesregierung und Wunsch von Nationalpark und Umweltverbänden soll dieser wunderbare, kleine Naturhafen geschlossen werden. Als Ersatz ist nun eine im Vergleich zum Hafen Darßer Ort riesige Marina am Strand von Prerow geplant.
Wenn nun ein Hafenersatz unvermeidlich ist, fordern wir eine Lösung zwischen Warnemünde und Barhöft, die ohne Bautätigkeit im Nationalpark und ohne Zerstörung von hochgeschützten Gebieten und touristischen Attraktionen auskommt. Es ist ein Standort zu finden, der der gesamten Region Fischland, Darß, Zingst und südliche Boddenküste zum Nutzen ist.
Seit der Wende gab es immer wieder Pläne, eine Alternative zum Nothafen zu finden. Im Jahr 2000 sollte an der Hohen Düne in Prerow ein Inselhafen (ca. 400 m östlich des jetzigen Standorts) gebaut werden. Die zu diesem Projekt erstellten Gutachten und auch der WWF warnten eindringlich vor einer Küstenhafenvariante am Strand, die der jetzt geplanten entsprach. Insgesamt wurden ca. 23 Gutachten zur Ersatzhafenproblematik vorgelegt (und natürlich auch bezahlt). Das Vorhaben konnte damals abgewendet werden.
Nach einem Bürgerentscheid 2006 in Prerow, bei dem sich eine Mehrheit (8 Stimmen) für einen Außenhafen an der Nordküste ohne jegliche Belastung für den Ort und in Abhängigkeit vom Standort entschieden hatte, betrieben Bürgermeister und die Mehrheit der Gemeindevertreter die Hafenplanung, ohne sich an die im Bürgerentscheid gestellte gesamte Frage zu halten. Gerade die Formulierung "ohne jegliche Belastung für den Ort" war es, die viele Einwohner mit ´ja´ stimmen ließ. Für besonders verwerflich halten wir das Verhalten des Bürgermeisters, der das Ergebnis dieses Bürgerentscheids nutzte, um in Ministerien und Medien zu verkünden, die Prerower wollten einen Hafen. In einem weiteren Bürgerentscheid lehnten die Bürger mit großer Mehrheit einen Hafenstandort ganz in der Nähe des jetzigen ab, da ihnen klar war, dass gerade ein Küstenhafen mit erheblichen Belastungen für den Ort verbunden ist.
Eine weitere Befragung der Bürger zu einem Hafenstandort ergab, dass die Prerower mit deutlicher Mehrheit für einen Durchstich östlich des jetzigen Standorts mit Nutzung des bestehenden Boddenhafens stimmten.
Durch Bürgermeister und Gemeindevertreter wurde allerdings der nun vorgesehene Standort ausgewählt, der die weitaus geringste Stimmenzahl erhielt.
So funktioniert Demokratie in Prerow: Ich lasse so lange abstimmen, bis ich ein demokratisches Deckmäntelchen erhalte, und wenn es doch nicht gelingt, mache ich, was ich will (dazu schriftlich der Bürgermeister: Das ist "Basisdemokratie pur"..).
Für die Hafenplanung wurden nun ca. € 450.000,- seitens des Wirtschaftsministeriums bereitgestellt, Mecklenburg-Vorpommern schwimmt im Geld (siehe Marina Hohen Wieschendorf, Hohe Düne Warnemünde und und und...) .
Die Gemeinde Prerow hat € 19.000,- als Eigenanteil zu zahlen (siehe 1. Bürgerentscheid: "ohne jegliche Belastung für den Ort").
Viele Prerower, Darßer und Gäste des Darß lehnen den geplanten Hafen ab, da er einen großen Teil eines der schönsten Strände Europas zerstört. Er erfordert Betonbauwerke im Nationalpark!!!, in Dünen und Dünenwäldern und soll in einem Gebiet entstehen, das durch starke Strömungsverhältnisse Veränderungen unterliegt, die kaum berechenbar sind. Außerdem wird mit Baggerkosten gerechnet, die eher höher sind als die am Nothafen Darßer Ort erforderlichen.
Einige wenige "ausgewählte Investoren" werden allerdings von diesem Projekt profitieren. Schwimmende Ferienwohnungshäuser, auch 2-, vielleicht auch mehrstöckig?, sind angedacht, etwa schon in Planung? Wir haben uns eine solche Anlage in Lauterbach auf Rügen angesehen, die in einer Bucht liegt, die mit der Prerower nun wirklich nicht zu vergleichen ist. Unser erster Eindruck: ein Barackenlager auf dem Wasser, unser 2. Eindruck: um Gottes Willen, das darf doch nicht an unserem Traumstrand geschehen!
Der Verdacht, dass der Hafen auch für Wartung und Reparatur der Offshore- Windkraftanlagen in diesem Bereich der Ostsee herhalten soll, ist angesichts der Äußerungen aus dem Wirtschaftsministerium, dass Prerow zu einem Wirtschaftsstandort gemacht werden soll, wohl kaum an den Haaren herbeigezogen. Zwar wird seitens der Verantwortlichen immer wieder beteuert, dafür wäre der Hafen nicht vorgesehen, allerdings glauben wir mittlerweile solche Versprechen (siehe "ohne jegliche Belastung für den Ort") nicht mehr.
Eine weitere Gefahr besteht darin, dass, wenn am Strand das erste Haus steht, das Eis gebrochen ist und eine wunderschöne Bucht mit ihrer einzigartigen landseitigen Natur zugebaut wird.
 

 

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