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Bürgerinitiative Erhalt Prerower Strand, Dünen und Dünenwald e.V.


 

Geplanter Hafen




An einem der schönsten Strandabschnitte des Nordstrandes in Prerow soll ein maritimes Gewerbegebiet errichtet werden, so die Auskunft der Schweriner Staatskanzlei auf Anfrage der EU.

Begründet wird dieses Vorhaben seitens des Prerower Bürgermeisters damit, dass sich die Prerower Bürger in einem Bürgerentscheid mehrheitlich für einen Hafen ausgesprochen hätten.

Das ist falsch und eine bewusste Irreführung.

Die Prerower Bürger haben sich im Bürgerentscheid für einen Hafen ohne jegliche Belastung für den Ort und in Abhängigkeit vom Standort entschieden. im nächsten Bürgerentscheid haben sie einen Hafen im Bereich der Hohen Düne (dicht am jetzigen Standort) eindeutig abgelehnt.

In einer weiteren Entscheidung hat sich die Mehrheit der Prerower für einen Durchstich östlich der Hohen Düne mit Nutzung des bestehenden Boddenhafens ausgesprochen.

Da nun in Prerow Demokratie herrscht, "Basisdemokratie pur", wie der Bürgermeister äußert, wählte er mit der Mehrheit der Gemeindevertreter den Standort aus, den die Einwohner nicht wollen.

Zur Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens für den Bau fand am 7.10.08 in Prerow eine Sitzung statt, zu der Träger öffentlicher Belange und die Barmer Klinik als Betroffene geladen waren. Hier wurden nun die Vorstellungen der Prerower Gemeindevertretung als Basis für das Raumordnungsverfahren dargelegt:

In 2 Ausbaustufen sollen 400 bis 500 Liegeplätze erstellt werden.

Der Hafen wird ca. 400 bis 500 m ins Meer ragen (im Vergleich die Seebrücke: 290 m). Die Molen, die den Hafen auch vor Orkanen (Wellenhöhe in diesem Bereich max. ca.  4m) schützen sollen, werden 3-4 m hoch sein. Die Wassertiefe im Einfahrtsbereich soll ca. 3,50 m betragen, nach Aussagen von Praktikern dürfte das bei schwerer See nicht ausreichen, so dass die Molen noch weiter ins Meer gebaut werden müssten. Da nun die Nationalparkgrenze in etwa 250 m Entfernung zum Strand verläuft, müssen große Teile der Molenbauwerke im Nationalpark errichtet werden.

Die Hafenbreite am Strand wird etwa 450 m betragen, seitliche Steinaufschüttungen werden sie noch vergrößern. In diesem Bereich (dann ehemaliger Strand) wird eine etwa 5000 qm große Betonplatte aufgeschüttet, auf der verschiedene Funktionsgebäude, Krananlage, Tankstelle, Fäkalienentsorgung und Gewerbeeinrichtungen gebaut werden sollen.

Zur Nutzung des Hafens wurden u.a. Hubschrauberlandeplatz und Ferienwohnungsboote  vorgeschlagen. (5 MW-Windkraftanlagen müssen, soweit uns bekannt, aus der Luft gewartet und versorgt werden)

In den dahinterliegenden Dünen sind ca. 6 Gebäude mit unbekannter! Verwendung geplant, ca. 1-2 stöckig.

Zwischen Seebrücke und Hoher Düne/ Fuchsberg soll auf den Dünen eine Promenade gebaut werden, seeseitig befestigt mit Folie und Steinen.

Die Zufahrt zum Hafen soll über eine 10 m breite, für schwere Lkws geeignete  Straße von der L 21 östlich der Barmer-Klinik erfolgen. Sie führt zwangsweise durch Dünen und Dünenwald, Gebiete, die als Biotope und Geotope geschützt sind. Dadurch werden Bereiche, die hochschützenswerten Pflanzen und Tieren Lebensraum bieten, zerstört. Hier sollen auch Parkplätze und Teile des maritimen Gewerbegebietes errichtet werden.

Da dieser Hafen an einer hochdynamischen Küste liegen wird, muss davon ausgegangen werden, dass mindestens 10.000 cbm Sand jährlich von einer Hafenseite auf die andere zu transportieren  sind, um An- und Abträge auszugleichen.

Eine Baggerung der seeseitigen Hafenzufahrt wird ebenso wie am Hafen Darßer Ort unumgänglich sein.

Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die wir vom Bürgermeister angefordert haben, gibt es nicht!

Gern wird das geplante Prerower maritime Gewerbegebiet mit der Marina Kühlungsborn oder auch der Marina Boltenhagen verglichen. Der Unterschied zu diesen schon bestehenden Marinas liegt allerdings darin, dass in Boltenhagen ein ehemaliger Versuchsflugplatz  zu einem Hafen umgebaut wurde und in Kühlungsborn der Hafen an einen Steinstrand gebaut wurde, von dem der Bürgermeister auf einer Versammlung in Prerow sagte, dass er sich freue, dass dort beidseitig der Molen Sandstrand aufgeschüttet worden sei.

Traumstrand und einzigartiger Dünenwald wurden nicht zerstört, beide Gebiete wurden überhaupt erst für eine touristische Nutzung geeignet gemacht. In Prerow soll jedoch eine einzigartige touristische Attraktion vernichtet werden.

 

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